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Fair teilen statt sozial spalten – Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) feiert in Lohr Fest der Solidarität und sozialen Gerechtigkeit

"Der Markt alleine kann es nicht regeln. Der Staat muss eingreifen." Klare Worte von Festredner Dr. Siegfried Ecker. Der Theologe und Sozialwissenschaftler zeigt beim Fest der Solidarität und sozialen Gerechtigkeit auf, wo Handlungsbedarf besteht: Reichtum muss thematisiert werden. Denn die Güter der Erde sind für alle da. Wie sehr die Schere Arm - Reich in Deutschland auseinander geht, erläutert er anhand der Reichtumsuhr. Sie beziffert das Nettoprivatvermögen, die Verteilung an das reichste und an das ärmste Zehntel der Bevölkerung.

Als bedrohlich bezeichnet er die gängige Politik nach der "Pferdeäpfeltheorie": Wenn der Gaul richtig fett würde, fiele ausreichend für die "kleinen Spatzen" am Boden ab. So jedoch könne der Spaltung der Gesellschaft in Arme und Reiche nicht abgeholfen werden.
Eine Spaltung, die drastisch ist. So drastisch wie das Bild, das zum Fest nach Lohr einlädt: Ein Hackbeil teilt einen Holzstamm. 

Gut hundert Personen sind nach Lohr gekommen, um Flagge zu zeigen für echte Solidarität, z.B. in der Kranken- und Rentenversicherung, aber auch für den arbeitsfreien Sonntag. Sie lassen sich vom Festredner inspirieren und ziehen bestärkt zurück zum Kirchplatz.  "Fair teilen statt sozial spalten" steht auf ihrem Banner. Es lässt einige Passantinnen und Passanten innehalten.

Als Brücke zwischen Kirche und Arbeitswelt versteht sich die KAB in Main-Spessart, aber auch als Brücke zu verschiedenen sozialen Bewegungen. Einige von ihnen zeigen an Infoständen, wie sie in Main-Spessart aktiv sind für mehr Gerechtigkeit: IG Metall, Weltladen Pamoja, Allianz für den freien Sonntag, Kinder-Aktionskreis, Katholischer Deutscher Frauenbund, der Caritasverband Main-Spessart und Regio Main-Spessart. KAB-Aktive stellen das Vater-Kind-Zeltlager, Angebote für Familien und Arbeitnehmervertretungen und das internationale Engagement dar.

Ein gemeinsamer Gottesdienst bildet den festlichen Abschluss. KAB Diözesanpräses Peter Hartlaub appelliert an den menschlichen Zusammenhalt: Dem scharfen Bild der Spaltung setzen wir aus christlicher Überzeugung Solidarität und Menschenwürde entgegen.


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